Stangenfieber oder die wissenschaftliche Abhandlung der etwas anderen Art

da kommt dein 10jähriger “Jaus” zu dir und fragt: Papa was ist Stangenfieber?
Wtf denke ich wie soll Ma(n) so etwas erklären? Kurz nachgedacht den Freund Google gefragt und über etwas gestolpert was mir vor Lachen die Tränen in die Augen getrieben hat.

Der ein oder andere kennt es sicher, hat selber schon darunter gelitten oder sich diesbezüglich fortgebildet. Das heutige Thema lautet daher:

Stangenfieber

das, … eine vorzugsweise bei jungen “Kamheliosapiens” unkontrollierbar auftretende, bei pubertierenden Kamelen bisweilen sogar schmerzhafte, Veränderung bestimmter Körperteile.
Fieberphysiologie

Zwar liegen besagte Körperteile des “Kamheliosapiens” bei beiden Geschlechtern in den gleichen Körperregionen, jedoch ist deren äußere Erscheinungsform recht konträr – was aber gerade im Falle von Stangenfieber diese Körperteile besonders kompatibel werden lässt. Fälschlicherweise wird diese, bei den männlichen Kamheliosapiens umgangssprachlich auch „Latte” genannte Erscheinung, von der Schulmedizin den “Mormonen” zugeschrieben.

Behandlung

Kamelofähr kann jedoch davon ausgegangen werden, dass Kälteeinwirkung diesem Symptom zu Grunde liegt – jedenfalls lässt sich das Stangenfiber durch geschicktes reiben – was laut “Physik” nachweisbar Wärme erzeugt – recht genussvoll, allerdings nur kurzzeitig, beseitigen. Dieses Reiben kann in sehr vielfältiger Art erfolgen; so z. B. aneinander, miteinander, ineinander, übereinander, für besonders gelenkige auch verschlungen – siehe auch “Kamasutra”.

Oral

Besonders miteinander vertraute Kamele beseitigen das Stangenfieber bisweilen mündlich- eine ebenso effiziente wie wortlose Methode.

Der Ausdruck mündlich lässt zwar die Vermutung zu, es handele sich dabei um einen Vorgang der verbalen Kommunikation aber mitnichten; – d. h. besser doch ohne Nichten, diese sollten nur dann mit einbezogen werden, wenn es sich nicht um die eigenen handelt -, da gut erzogene Kamele nicht mit vollem Mund sprechen, sind bei dieser Art der Kommunikation meistens nur gutturale Schmatz-, Stöhn- und Grunzlaute zu vernehmen, diese wiederum werden von den beteiligten Kamelen sehr wohl verstanden, na ja… ehm … äh….damit wird die Eingangs erwähnte Vermutung dann doch bestätigt.

Selbstmedikation

Im pubertären Stadium, über das die meisten “Kamheliosapiens” ihr Leben lang nicht hinauskommen, wird das Stangenfieber vorzugsweise von eigener Hand bekämpft.

Fachkompetenzen

Die oben genannten Methoden können Wahlweise durch gemietete Fachkräfte, in Rudelbumsorgien, durch angeheiratete Partner (siehe auch “Ehe”) oder bei Singlekamelen auch per do-it-yourself, (zu deutsch; tu es Josef) ausgeführt werden.

Leider werden zum erlernen der Kunst der Stangenfieberbehandlung innerhalb der EU keine Lehrgänge, geschweige denn Studiengänge, angeboten; hier gilt also üben, üben, üben oder wie die anglophilen Kamele sagen: Lärming bei tuing.

Heilmittel

Für die do-it-yourself Anhänger beiderlei Geschlechts, ( – hier das Gegentum von Gegut) hat die Industrie eine Vielzahl mehr oder weniger geeigneter Hilfsmittel zur Behandlung der Symptome entwickelt.

Die von den weiblichen Kamelen bevorzugten Nachbildungen der männlichen GenSüden oder präziser gesagt GenItalien, lösen bei den Herren der Erschöpfung sowohl Eifersucht auf den technisch überlegenen und standhafteren Nebenbuhler, als auch Neidgefühle ob deren Ausmaßen, aus.

Doch Seelenrost und Abhilfe für die besonders sensiblen Kamelmännchen kommt – natürlich – aus den USA. Dort wurde eigens für diese Kamele eine pflegeleichte und lebensecht anmutende Kunstkamelin, (natürlich ist sie nicht natürlich, sie ist natürlich künstlich) entwickelt, bei der auch gleich sämtliche, sonst eher lästigen, Bedürfnisse der echten Kamelinen, wie Süßholzraspeln, Blumen bringen, Kerzenlicht, langes Vorspiel, dumme Fragen stellen, Vorschriften machen usw. weggelassen wurden – allerdings kann diese Gespielin, im Gegensatz zu einer aus, meistens zu viel, echtem Fleisch bestehenden Kamelin, nicht zusammengefaltet werden. Ein großer Vorteil der Kunstkamelin liegt in ihrer Anspruchslosigkeit, so benötigt sie in den Ruhezeiten keine topgepflegte mit teuren Möbeln ausgestattete Wohnung in bester Stadtrandlage sondern begnügt sich mit einer einfachen Abstellkammer, oder kann zur Not sogar unter das Bett verstaut werden. Das Abschieben nach getaner „Arbeit“ sind die fleischigen (nicht zu verwechseln mit fleißigen) zwar gewohnt, nur unter`s Bett wollen sie partout nicht.

Auch ist der Erhaltungs- und Instandhaltungsaufwand, besonders mit fortschreitendem Alter kaum miteinander vergleichbar. So bleibt dem Beschäler der alterslosen, immer frisch wirkenden, ideal proportionierten Kunstkamelin, die sogar auf jegliche Kleidung verzichten kann, am Ende der eine oder andere Euro für eine Schachtel Bier übrig.

Einziger Nachteil der Plastikkamele ist deren Passivität – obgleich, soooo groß ist der Unterschied nun auch wieder nicht; im Bett verhalten sie sich gleich, nur die Küche bleibt halt unaufgeräumt.

Kontraindikation

Völlig ungeeignet zur Therapie des Stangenfiebers ist allerdings der Einsatz des Fiebermessers – zwar assoziiert man messerscharf; Messer = scharf, jedoch ist das einzige was hier scharf zu sein hat, der vom Stangenfieber befallene Kamheliosapiens.

Kassenleistungen

Da es sich bei Stangenfieber um einen Gendefekt handelt, es also nicht therapierbar ist, und die Rückfallquote lt. demokratischen Umfragen bei nahezu 199% liegt, übernimmt weder die öffentliche Hand die „Arbeit“ – noch die Krankenkasse die einschlägigen Hilfsmittel oder sonstige, in diesem Zusammenhang anfallenden, Kosten.

(mein Dank an dieser Stelle gilt Kamelopedia für diese etwas andere Art der Betrachtungsweise)

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